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Qualität trotz Einsparungen - Clever wirtschaften im Krankenhaus

qualitaet

Leben retten, Trost spenden, Nachrichten überbringen, die das komplette Leben verändern – Alltag in jedem Krankenhaus. Trotzdem muss im Klinikbetrieb, wie in jedem anderen Unternehmen, so gewirtschaftet werden, dass möglichst geringe Kosten und hohe Umsätze entstehen. „Wer vordergründig nur Einsparungen zulasten der Qualität betrachtet, kommt langfristig in eine wirtschaftliche Abwärtsspirale", berichtet Dr. Falko Milski. Er ist seit zehn Jahren Geschäftsführer der Bodden-Klinik Ribnitz-Damgarten und Landesvorsitzender sowie Pressesprecher im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Mit ihm haben wir darüber gesprochen, wie es möglich sein kann, Kosteneffizienz, Behandlungsqualität und zufriedene Mitarbeiter unter einem Klinikdach zu vereinen. 

Mehr Personal für höhere Qualität

Die Umsätze einer Klinik werden durch die Abrechnung von Behandlungsleistungen generiert. Auf Portalen wie Weisse Liste kann die Qualität einer Klinik anhand der planbaren Operationen stets eingesehen werden. Gibt es hier laufend gute Ergebnisse, lässt sich das ebenfalls an einer steigenden Patientenzahl ablesen. Mehr Patienten heißt mehr Bedarf an Personal, aber mehr Personal bedeutet gleichzeitig mehr Kosten: „Die Herausforderung für das Krankenhausmanagement besteht hier in der ständigen Abwägung zwischen dem, was für eine gute Qualität unbedingt aufzuwenden ist und dem, was eingespart werden kann", erläutert Dr. Milski. Trotzdem dieselbe Problematik: Mehr Personal bedeutet auch mehr Kosten. „Dies scheint die Politik – auch nach Forderungen des VKD – inzwischen erkannt zu haben, indem mit der letzten Krankenhausreform ein Zuschlag erhalten bleibt, wenn mehr Personalkosten entstanden sind", berichtet Dr. Milski.

Zufriedene Mitarbeiter gibt es nicht umsonst

Damit aber nicht genug: Denn eine anhaltend gute Ergebnisqualität lässt sich nur mit zufriedenem Personal durchsetzen. Dr. Milski ist der Meinung, dass Stellenpläne und Arbeitszeiten, die das Personal nicht langfristig überfordern und sich gut in das Leben der Angestellten integrieren lassen, der wichtigste Faktor für anhaltende Zufriedenheit des medizinischen Fachpersonals sind. Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement und die Finanzierung von Kitaplätzen sind eine erfreuliche Ergänzung. „Neben diesen Rahmenbedingungen spielt natürlich auch die Stimmung im jeweiligen Arbeitsteam eine wichtige Rolle. Dabei ist u.a. eine gute Führungskultur entscheidend. Der Vorteil ist hier: Die Maßnahmen in diesem Bereich, wie eine optimale Ablauforganisation oder Mitarbeitergespräche, sind nicht kostenintensiv, aber bringen viel", betont Dr. Milski.

Keep calm and network

Damit Führungskräfte im Krankenhaus nicht die Nerven verlieren, gibt es den Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands. Er berät und vernetzt seine rund 2300 Mitglieder aus dem höheren und mittleren Krankenhausmanagement auf Bundes- und Landesebene. Dank Weiterbildungs- und Beratungsangeboten können sich Entscheidungsträger regelmäßig über wirtschaftliche Betriebsführung, die Entwicklung von Unternehmensstrategien und Investitionsentscheidungen informieren und austauschen. Die Kommunikation mit Akteuren aus der Politik ist, laut Dr. Milski, für die Arbeit des Verbandes besonders wichtig: „Denn nur so können wir die stationären Einrichtungen bedarfsgerecht erhalten und sie im Interesse einer qualitätsgerechten, wohnortnahen Versorgung unserer Bevölkerung wirtschaftlich stabil weiterentwickeln."

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