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Vorstellungsgespräch als Arzt: So verhalten Sie sich optimal!

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Wenn Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch als Arzt erhalten, können Sie sich freuen: Die erste Hürde haben Sie genommen, Ihre Bewerbungsunterlagen haben Interesse geweckt. Nun gilt es, dass Sie sich positiv von Ihren Mitbewerbern abheben. Bereiten Sie sich ausführlich auf diesen Termin vor und beschäftigen Sie sich vor dem Gespräch mit Fragen und Antworten, die in dieser Situation typisch sind.

Gründliche Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch

Ein Vorstellungsgespräch und die damit verbundenen Fragen und Antworten bei diesem Treffen sind eine Herausforderung, die es auf dem Weg zu jeder neuen Anstellung mit Arbeitgeberwechsel zu meistern gilt. Nehmen Sie sich daher vorab ausreichend Zeit, sich möglichst detailliert hierauf vorzubereiten. Bei der Vorbereitung verdienen allgemeine sowie branchenspezifische Tipps Beachtung. Mit folgenden Aspekten sollten Sie sich auseinandersetzen:

  • Art des Outfits und des Auftretens
  • Inhalte bei einem Vorstellungsgespräch als Arzt: mögliche Fragen und Antworten üben
  • Informationen über die mögliche Arbeitsstelle sammeln
  • Umgang mit Stärken und Schwächen
  • eigene Fragen an den Gesprächspartner formulieren

Eine gute Vorbereitung zahlt sich in zweifacher Hinsicht aus: Erstens können Sie besser bei dem Vorstellungsgespräch auf Fragen antworten und treten so kompetent auf. Das gilt insbesondere bei Fragen zu Schwächen beim Vorstellungsgespräch als Arzt, die sich zwar immer geringerer Beliebtheit erfreuen, aber dennoch gestellt werden können. Zweitens gehen Sie präpariert ruhig und selbstsicher in das Gespräch. Die Vorbereitung ist das beste Mittel gegen Nervosität!

Vorstellungsgespräch als Arzt: passendes Outfit, optimales Auftreten

Die Kleidungsfrage genießt bei Vorstellungsgesprächen einen hohen Stellenwert. Bei einem Bewerbungsgespräch für eine Arztstelle entscheiden sich Frauen und Männer am besten für ein Outfit, in dem sie sich dem Anlass entsprechend gekleidet und dennoch wohl fühlen - wenn Sie sich im Vorstellungsgespräch verkleidet fühlen, wird Ihr Gegenüber dies bemerken. Ein mögliches Outfit für das Vorstellungsgespräch als Arzt kann ein Kostüm beziehungsweise ein Anzug sein oder aber eine schlichte Bluse beziehungsweise ein Hemd. Sie sollten schick und ordentlich aussehen, ohne overdressed zu sein: Ein Nadelstreifenanzug oder ein teurer Maßanzug könnten zum Beispiel übertrieben wirken. Wichtig ist ein gepflegtes Äußeres, eine persönliche Note kann es geben.

Beim Auftreten legen Chefärzte großen Wert auf Freundlichkeit, Offenheit und Selbstsicherheit. Bedenken Sie, dass Sie in Ihrem Alltag häufig mit Patientinnen, Patienten und deren Angehörigen kommunizieren. Sie müssen schwierige Nachrichten wie die Diagnose einer schweren Krankheit überbringen. Personalverantwortliche wollen bei einem Vorstellungsgespräch mit dem Mediziner erkennen, dass dieser die erfolderlichen sozialen Kompetenzen aufweist. Blick in die Augen, freundliche Miene, fester Händedruck: So beginnt ein Bewerbungsgespräch perfekt! 

Diese Fragen stellen Chefs häufig

​Personalverantwortliche erfinden Fragen bei einem Vorstellungsgespräch als Arzt nicht neu, sie orientieren sich an der üblichen Handhabung solcher Bewerbungssituationen. Das erleichtert Ihre Vorbereitung auf das Gespräch und auf die Fragen und Antworten. Typische Fragestellungen und kluge Antworten sind:

  • Warum haben Sie sich speziell auf diese Stelle beworben?
    Nennen Sie konkrete Gründe wie fachliche Schwerpunkte der Klinik und Ihre Wechselmotivation
  • Warum sollten wir ausgerechnet Sie anstellen?
    Verknüpfen Sie Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen mit dem Anforderungsprofil der Einrichtung, werden Sie konkret. Vermeiden Sie Allgemeinplätze!
  • Was erwarten Sie von mir als Vorgesetzten?
    Geben Sie zum Beispiel an, wie wichtig Ihnen Möglichkeiten zur Fortbildung sind. Dadurch unterstreichen Sie Ihre Motivation und formulieren eine Erwartungshaltung, die fast alle Vorgesetzten erfüllen.
  • Haben Sie sich bei anderen Kliniken beworben?
    Antworten Sie hier mit einem ehrlichen Ja oder Nein. Jeder Personaler und jeder Vorgesetzte versteht, wenn sich Kandidaten auf mehrere Jobs bewerben. Ein Ja kann so den Entscheidungsdruck auf den Personalverantwortlichen erhöhen, ein Nein könnte hingegen Ihre Motivation unterstreichen, für diesen speziellen Arbeitgeber zu arbeiten. Ehrlichkeit währt hier länger - mit einer Lüge machen Sie sich unglaubwürdig oder es entsteht der Verdacht, dass Sie nicht sonderlich an einer Anstellung interessiert sind. Sollten Sie viele Bewerbungen ohne Erfolg abgesandt haben, behalten Sie dies besser für sich. Andernfalls hat Ihr Gegenüber den Eindruck, dass Sie offenbar nicht taugen. 

Diese Antworten können Sie verweigern

Bei einem Vorstellungsgespräch als Arzt haben Sie wie bei allen anderen Bewerbungen das Recht, die Beantwortung diverser Fragen abzulehnen. Das betrifft Fragen, die Ihre Privatsphäre angehen und in keinem objektiven Zusammenhang mit der von Ihnen ausgeübten ärztlichen Tätigkeit stehen. Rechtlich betrachtet können Sie die Beantwortung von Fragen dieser Themenspektren problemlos verweigern und die Frage ignorieren. Seriöse Arbeitgeber stellen sie gar nicht erst. Wenn Sie sich damit konfrontiert sehen, sollten Sie in Erwägung ziehen, sich besser anderswo zu bewerben.

Vermitteln Sie beim Bewerbungsgespräch Ihre Stärken!

Bei einem Vorstellungsgespräch wollen Sie selbstverständlich einen guten Eindruck hinterlassen. Erwähnen Sie deshalb gezielt Ihre Stärken, ohne über das Ziel hinauszuschießen. Das ist ein schmaler Grat. Teamfähigkeit ist in einer Klinik unabdingbar, Chefärzte wollen keine Aufschneider und Egozentriker in ihrer Mitarbeiterschaft. Verweisen Sie mit einer angemessenen Zurückhaltung auf Ihre Stärken, bestenfalls nebenbei, indem Sie diese beispielsweise mit konkreten Erfahrungen untermauern, in denen die Stärke primär zum Vorschein kam. Denken Sie daran, dass Ihr Gegenüber einige Ihrer Vorzüge wie gute Uni-Noten den Bewerbungsunterlagen entnehmen kann. Dasselbe gilt für Ihre berufliche Vorerfahrung. Entsprechend müssen Sie diese Punkte nicht offensiv erwähnen. Warten Sie stattdessen auf Rückfragen.  

Wie gehen Sie mit Schwächen im Vorstellungsgespräch als Arzt um?

Niemand ist perfekt, jeder weist neben Stärken diverse Schwächen auf. Doch welche Rollen spielen diese Schwächen bei einem Vorstellungsgespräch? Verschweigen Sie diese besser oder erweist sich ein offensiver Umgang als klug? Die Frage nach Schwächen im Vorstellungsgespräch als Arzt gilt für einige Personalverantwortliche bereits als ein angestaubter Klassiker und wird immer seltener verwendet. Trotzdem sollten Sie hierauf vorbereitet sein, ist diese Frage doch heikel zu beantworten. Geben Sie ehrlich Schwächen zu, aber keine, die an Ihrer charakterlichen oder fachlichen Eignung als Arzt zweifeln lassen. Nennen Sie lieber solche Schwächen beim Vorstellungsgespräch, die sich auch als Stärken deuten lassen oder an denen Sie bereits arbeiten.

Perfektionismus ist hier ein klassisches Beispiel oder aber ein fachlicher Schwerpunkt, den Sie länger nicht bedient haben. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch auf Rückfragen zu Lücken in Ihrem Lebenslauf gefasst sein. Hier macht eine Deutung als Orientierungsphase Sinn, in der Sie Ihre Laufbahnentscheidungen hinterfragt und gegebenenfalls gefestigt haben. Zu beruflich belanglosen Schwächen können Sie im Vorstellungsgespräch als Arzt alternativ auch ausweichen. 

Zeigen Sie mit eigenen Fragen Interesse!

Sie unterstreichen Ihre Motivation, wenn Sie bei Ihrem Vorstellungsgespräch in einem angemessenen Umfang Fragen stellen. Wichtig ist, dass diese Fragen in den Rahmen eines Bewerbungsgespräches passen. Informieren Sie sich zum Beispiel über Weiterbildungsmöglichkeiten in der Klinik. Erwähnen Sie ein Forschungsprojekt der Einrichtung und bitten Sie um Details. Sie können zusätzlich fragen, ob Sie während der Beschäftigung zwischen verschiedenen Abteilungen rotieren können. Vermeiden Sie zu allgemeine Themen wie aktuelle gesundheitspolitische Aspekte. Darauf sollten Sie nur eingehen, wenn Ihr Gegenüber diese Punkte anspricht.

Die idealen Stellenangebote für Ihre Karriereplanung finden

Wenn eine Bewerbung nicht das gewünschte Ergebnis bringt, haben Sie vielleicht Ihre Stärken und Schwächen beim Vorstellungsgespräch nicht optimal dargestellt. Daran können Sie feilen. Oftmals war aber auch einfach ein anderer Kandidat für das Klinikum passender - vielleicht, weil Sie sich auf den falschen Job beworben haben. 

Verschaffen Sie sich daher einen guten Überblick über eventuell passende Vakanzen - beispielsweise auf unserem Stellenmarkt - und eruieren Sie mit uns gemeinsam, welche Stelle zu Ihnen passen könnte. Oder aber Sie geben auch den ersten Schritt ab und lassen sich im Rahmen unseres Karrieremanagements betreuen - von der Suche nach einer passenden Stelle bis hin zum Vertragsabschluss.

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