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4 Minuten Lesezeit (819 Worte)

Was verdient ein Assistenzarzt?

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Sie haben sich für das Medizinstudium und den Arztberuf entschieden, weil Sie für die Medizin brennen. Aber natürlich ist nicht nur das Tätigkeitsfeld an sich interessant. Gerade am Beginn Ihrer Karriere stellt sich die Frage: Was verdient ein Assistenzarzt? Nachfolgend finden Sie Informationen über die diversen Tarife, Sie erfahren, wie hoch das Assistenzarzt-Gehalt ist. Berücksichtigen Sie dabei, dass sich die Angaben auf das Brutto-Gehalt als Assistenzarzt beziehen. Das Assistenzarzt-Gehalt netto hängt von mehreren Faktoren ab und ist dementsprechend niedriger.  

Verschiedene Tarifverträge, die eine Rolle beim Gehalt für einen Assistenzarzt spielen.

In der Regel richtet sich das Assistenzarzt-Gehalt nach einem Tarif. Man unterscheidet diverse Tarifverträge. Zu den beiden gängigsten Tarifmodellen zählen der Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA) und der Tarifvertrag der Unikliniken (TV Ärzte TdL). Private Klinikkonzerne haben eigene Tarifverträge. Das Gehalt für einen Assistenzarzt kann dementsprechend von den beiden genannten Tarifverträgen abweichen.

Im Durchschnitt liegt der Verdienst als Assistenzarzt im ersten Jahr bei etwa 4.600 Euro brutto. Das Assistenzarzt-Gehalt wird jedes Jahr angepasst. Nach fünf Jahren können Sie mit einem Gehalt als Assistenzarzt in Höhe von etwa 5.900 brutto rechnen.

Wie der Verdienst für einen Assistenzarzt in den jeweiligen Tarifen VKA und TdL aussieht, entnehmen Sie der Tabelle, die detaillierten Aufschluss über das Gehalt nach Tarif gibt. Das Assistenzarzt-Gehalt nach Tarif VKA liegt unter dem Assistenzarzt-Gehalt nach Tarif TdL. Allerdings sollte die Entscheidung für eine Stelle als Assistenzarzt nicht nur vom Verdienst abhängen. Berücksichtigen Sie auch weitere Faktoren, zum Beispiel Wohnortnähe, Infrastruktur in der jeweiligen Region, Miet- und Lebenshaltungskosten. 

Was verdient ein Assistenzarzt, wenn das Gehalt nach Tarif berechnet wird?

Im Tarif für Unikliniken werden Sie in die Entgeltgruppe Ä 1 eingestuft, beim Tarif für kommunale Krankenhäuser hingegen werden die Entgeltgruppen mit römischen Ziffern, als Assistenzarzt Gruppe I, bezeichnet. Die Stufen richten sich nach den Jahren, die Sie als Assistenzarzt tätig sind.  

Wichtig: Bei allen Tarifverträgen richtet sich die Stufe, in der Sie sich befinden, nur nach Ihrer ärztlichen Berufserfahrung. Es spielt demnach keine Rolle, wenn Sie die Fachrichtung, das Krankenhaus oder beides wechseln. Wenn Sie in Stufe 3 waren, beginnen Sie nicht wieder bei Stufe 1, sondern bleiben in der entsprechenden oder folgenden Stufe.

​ Tarif für Unikliniken ​ Tarif für kommunale Krankenhäuser
​ Stufe 1 / 1. Jahr / 4.747 Euro ​ Stufe 1 / 1. Jahr / 4.602 Euro
​ Stufe 2 / 2. Jahr / 5.016 Euro​ Stufe 2 / 2. Jahr / 4.863 Euro
​ Stufe 3 / 3. Jahr / 5.208 Euro ​ Stufe 3 / 3. Jahr / 5.049 Euro
​ Stufe 4 / 4. Jahr / 5.541 Euro​ Stufe 4 / 4. Jahr / 5.372 Euro
​ Stufe 5 / 5. Jahr / 5.938 Euro​ Stufe 5 / 5. Jahr / 5.758 Euro
​ Stufe 6 / 6. Jahr / 6.093 Euro ​ Stufe 6 / 6. Jahr / 5.916 Euro

Die Frage, was verdient ein Assistenzarzt, richtet sich also nach Ihren Berufsjahren. Achten Sie bei einem eventuellen Umstieg darauf, dass Sie in der richtigen Stufe sind - Arbeitgeber machen das nämlich nicht immer! Wenn Sie Ihre Zeit als Assistenzarzt weder an einer Uniklinik noch an einem kommunalen Krankenhaus absolvieren, gilt der Tarifvertrag des jeweiligen privaten Krankenhauskonzerns. Zudem kann es zu regionalen Abweichungen kommen - die Bundesländer haben teilweise unterschiedliche Tarifverträge.

Hinzuaddiert wird außerdem noch die zusätzliche Vergütung der Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdienste. Auch hier hängt die Bezahlung von verschiedenen Faktoren ab: Rufbereitschaftsdienste, in denen Sie nicht gerufen wurden, werden oftmals mit weniger als 60 Euro pro Nacht bezahlt. Werden Sie gerufen, richtet sich das Gehalt nach der Länge des Einsatzes, wobei der normale Stundenlohn plus Zuschläge wegen gezahlt wird. Dies kann das Assistenzarzt Gehalt gut und gerne um bis zu 1.500 Euro aufstocken. 

Wie sieht das Assistenzarzt-Gehalt netto aus?

Die obigen Angaben sind Bruttobeträge. Das Assistenzarzt Gehalt netto liegt naturgemäß darunter. Pauschale Aussagen sind nicht möglich, denn diverse Faktoren müssen bei der Berechnung für das Netto-Gehalt berücksichtigt werden. Dabei kommt es einerseits auf Ihre Steuerklasse an. Auch die Kirchenzugehörigkeit schlägt sich mit der Kirchensteuer nieder. Im Internet finden Sie aussagekräftige Brutto-Netto-Rechner, damit Sie gut planen können. Die Ausgaben für die Sozialversicherung schmälern das Assistenzarzt-Gehalt ebenfalls, das sollten Sie bei der Feststellung des Netto-Gehalts für Assistenzärzte berücksichtigen.  

Was verdient ein Assistenzarzt - und wie sind die weiteren Aussichten?

Nach einer oft entbehrungsreichen Studienzeit erscheint Ihnen vermutlich der Verdienst als Assistenzarzt gar nicht schlecht. Noch besser sind die Aussichten nach der Zeit als Assistenzarzt. Als Facharzt stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Auch in finanzieller Hinsicht lohnt sich die lange Ausbildungszeit.

Vielleicht sind Sie nicht sicher, welches Gehalt Sie nach Ihrer Weiterbildungszeit erzielen können oder wie Sie dieses am besten verhandeln. Im Rahmen unseres Karrieremanagements für Assistenzärzte konnten wir in dieser Hinsicht bereits viele Erfahrungen sammeln. Gerne beraten wir Sie dahingehend oder unterstützen Sie bei Vertragsverhandlungen mit Ihrem neuen Arbeitgeber. Einen ersten Eindruck unserer Partnerkliniken und möglicher Vakanzen können Sie sich vorab ebenfalls auf unserem Stellenmarkt machen.

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