Freitag, 15 Dezember 2017 13:36

Geschenke! Geschenke! Geschenke!

Weihnachtsgeschenke bedeuten grundsätzlich exponentiell mehr Stress für den, der sie besorgt als Freude für den, der sie auspackt. Wie man der Geschenkefrage für seine Angestellten möglichst stressfrei begegnet, haben wir für Sie zusammengefasst.

Überfüllte Einkaufsstraßen und überforderte Paketboten verkünden die frohe Botschaft: Jesus ist geboren, es ist Weihnachten! Dass die Prioritäten in diesen Tagen unterschiedlich sind ist nichts Neues. Man kann sich aber darauf einigen, dass es die Zeit ist, um den wundervollen Menschen in seinem Umfeld mitzuteilen, wie viel Sie bedeuten. Diese Wertschätzung kann man materiell ausdrücken oder eben nicht. Ein ganzes Jahr lang haben die Angestellten sich für die Firma, das Unternehmen, die Institution oder das Krankenhaus bemüht – spätestens jetzt ist es für die Arbeitgeber die Zeit, um das zu honorieren. Aber wie drückt man gegenüber seinen Arbeitnehmenden Wertschätzung aus?
Wie begegnet man dem am besten als Chefin oder Chef? Jeder dritte Arbeitnehmende bekommt gar nichts. Das ist schon einmal der falsche Weg. Eine Studie von Manpower hat herausgefunden, dass 91% der Mitarbeiter sich mehr Wertschätzung wünschen. Fehlende Wertschätzung wirkt demotivierend. Da höhere Motivation zu höherer Leistung führt, ist es auch aus ökonomischen Gesichtspunkten sinnhaft, sich ein bisschen Mühe zu geben. Wertschätzung lässt sich gerade im Arbeitskontext auch sehr gut über Incentives fördern.
Das Geschenk für die Mitarbeiter, das nicht ausgepackt werden muss: Die Weihnachtsfeier. Gehört eigentlich zum guten Ton und wird tatsächlich auch ziemlich flächendeckend durchgeführt. Und für die meisten Angestellten zählen Ausflüge zum Weihnachtsmarkt (Wacken für Büroangestellte) oder die Weihnachtsfeier zu den Highlights der Vorweihnachtsarbeitszeit.  Dabei bietet sich auch die perfekte Gelegenheit zu zeigen, dass man alle Mitarbeiter wohlwollend im Blick hat. (Und Fun Fact: Bei einer Weihnachtsfeier kann man 110 Euro pro Person steuerlich geltend machen).
Nur eine Weihnachtsfeier als freudiges Ereignis einmal im Jahr ist jedoch nicht genug. Wenn nur an einem Tag im Jahr Wertschätzung gezeigt wird und der Chef oder die Chefin auf Bonding Moments aus ist, fühlen die Mitarbeiter sich eher für dumm verkauft.
Aber auch Geschenke zum Auspacken können eine gute Idee sein. Können. Geschenke müssen wohl überlegt sein – denn ein einfallsloses Geschenk kann im Zweifelsfall nicht den gewünschten, sondern den genau gegenteiligen Effekt haben. Übrigens können Firmen Mitarbeitergeschenke bis zu 41,65 Euro (inklusive Steuern, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) von der Steuer absetzen.
Unverfänglich sind Gutscheine. Auch Sonderurlaub wird oft gerne angenommen. Die weihnachtliche Grundstimmung: eine noch bessere Ausgangslage, um vielleicht schon länger geplante Gehaltserhöhungen oder Beförderungen auszusprechen.
Ob monetär oder durch Incentives, ein Geschenk an die Mitarbeitenden ist die Verkörperung der Wertschätzung. Eine Aufmerksamkeit ist definitiv angebracht, man sollte sich nur ein bisschen Gedanken machen. Auch Sach-Geschenke können eine gute Idee sein, wenn man Menschenverstand einsetzt. Offensichtliche Werbegeschenke oder minderwertige Produkte sollte man beispielsweise eher außer vor lassen.
Grundsätzlich gilt: Die Unternehmensgröße und die Unternehmenskultur sind immer Knotenpunkte, an denen man Geschenkideen orientieren muss. Teamevents oder Geschenke, von denen alle etwas haben, wie ein Kicker oder ein Flipper für den Pausenraum, oder neue Boxen für die Büro-Musikanlage, können das Miteinander verschönern und auch ganzjährig für glückliche Öhrchen oder spaßige (peinliche) Anekdoten sorgen.
Aber auch ohne große Geste kann man Wertschätzung und Miteinander zum Ausdruck bringen. Ehrliches Interesse am anderen und eine anerkennende Grundhaltung von Vorgesetzten gegenüber den Mitarbeitenden kommen immer gut an. Und das sogar zu jeder Jahreszeit!